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Jannis Rettig

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

Inflationsschutz – wie Sie Ihr Privatvermögen bestmöglich schützen können

Jannis Rettig

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

“Wie kann ich mein Vermögen schützen?”

“Wie gehe ich gegen die fortlaufende Geldentwertung vor?”

“Was kann ich gegen die hohen Inflationsraten tun?”

Wenn Sie sich diese Fragen stellen oder wenn Sie als Anleger Ihr Geld schützen möchten, dann sind Sie hier richtig.

Inflation ist ein Prozess, der fortlaufend stattfindet und das Vermögen von Privatmenschen angreift – darum ist es wichtig, sich mit möglichen Gegenmaßnahmen auseinanderzusetzen.

Wir haben für Sie informative und wichtige Tipps zum Thema Inflationsschutz herausgesucht und haben einige Empfehlungen, wie Sie sich am besten vor der Inflation schützen können.

Außerdem zeigen wir Ihnen einen Weg, wie Sie zum Schutz Ihres Geldes richtig in unterschiedliche Finanzprodukte investieren und sich ein hohes Maß an Absicherung bei geringem Risiko schaffen können.

Inflation = Geldentwertung

Was ist Inflation?

Man spricht von einer Inflation, wenn das Geld an Wert verliert. Inflation steht also für Geldentwertung. Man kann sich das einfach bildlich vorstellen: Wenn in einer Volkswirtschaft Inflation auftritt, steigen die Preise – sie “blähen” sich sozusagen auf. Dies geschieht, weil die Geldmenge schneller wächst als die Produktion. Das Preisniveau steigt dabei insgesamt an, Ihr Geld wird also entwertet. Übrigens: Geld unterliegt einem ständigen Wertverlust. Eine Inflationsrate von etwa 2 % pro Jahr ist ganz normal.

Welche Formen der Inflation gibt es?

Zum einen gibt es eine “schleichendeInflationsrate.

In diesem Fall liegt die jährliche Preissteigerungsrate bei unter 5 %. Diese moderate Inflation herrscht vor allem in den Industrienationen vor. Sie erweist sich als positiv für die Wirtschaft, weil sie den Konsum begünstigt und gleichzeitig die Vergabe günstiger Kredite ermöglicht.

Eine hohe Inflation ist dagegen ungünstig für die Wirtschaft.

Die Preise steigen schneller als die Löhne und das Privatvermögen der Menschen wird angegriffen. Mit anderen Worten: Eine hohe Inflation ist ein echter Geldvernichter. Sie schwächt zudem das Vertrauen der Bürger und auch das von Anlegern in die Währung. Das kann dazu führen, dass das Geld noch mehr an Wert verliert.

Bei einer “Hyperinflation” kommt es zu extrem schnellen und unkontrollierten Preissteigerungen.

Das Geld ist einer vollständigen Entwertung ausgesetzt und die rasante Teuerung kann eine Volkswirtschaft zum völligen Stillstand bringen.

Dann gibt es noch die “Deflation”.

Diese ist das Gegenteil von Inflation: Das Preisniveau fällt. Auch das ist schlecht für die Wirtschaft. Deshalb versuchen Institutionen wie die Europäische Zentralbank oder auch einzelne Staaten eine Deflation ebenfalls zu vermeiden.

Wie wird Inflation gemessen?

Leben wir in Zeiten hoher Inflation?

Die Inflation kann mit Hilfe eines Preisindexes genau gemessen werden.

Der Preisindex befasst sich mit einer Auswahl von etwa 750 verschiedenen Gütern und deren Preissteigerungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums – normalerweise 1 Jahr. Dazu werden die Produkte in einen “Warenkorb” gelegt. Zum Beispiel 1 Ei, 1 Laib Brot und 1 Liter Milch. Um die Inflation zu messen, rechnet man aus, um wie viel Prozent sich der Preis des Warenkorbs nach einem Jahr erhöht hat. Wenn 1 Ei zu Beginn 1 € kostet und bei der nächsten Messung 1,02 €, dann haben wir eine Inflationsrate von 2 %. Um die Gesamtinflation zu berechnen, wird am Ende der Durchschnitt aller Werte im “Einkaufswagen” genommen.

Ursachen der Inflation

Die Gründe für eine Inflation können sehr unterschiedlich sein: Sie kann durch eine Ausweitung der Geldmenge (= Geldmengeninflation) bei gleichbleibendem Güterangebot, durch einen starken Anstieg der Nachfrage (= Nachfrageinflation) oder ein Ansteigen des allgemeinen Preisniveaus (= Angebotsinflation) ausgelöst werden. Das zentrale Merkmal hier ist, dass der Anstieg des Preisniveaus von der Anbieterseite des Marktes, also von Unternehmen, verursacht wird.

Nun wenden wir uns dem eigentlichen Thema dieses Artikels zu: Dem Inflationsschutz.

“Welche Schritte muss ich unternehmen, um mich vor hoher Inflation zu schützen?”

“Welche Anlageformen bieten mir den besten Schutz vor Inflation?”

Erreichen Sie Inflationsschutz mit diesen Geldanlagen

Rohstoffe (Gold)

Rohstoffe – allen voran Gold – haben den Ruf, einen zuverlässigen Inflationsschutz zu bieten.

Gerade wenn Sie als Sparer Angst vor hoher Inflation haben und eine sichere Anlage suchen, sollten Sie Sachwerte wie Gold unbedingt in Ihr Portfolio aufnehmen.

Weitere Pluspunkte: Gold ist unabhängig von Staaten und Zentralbanken und eignet sich daher besonders, wenn Sie eine gute Absicherung suchen, den Banken aber nicht allzu sehr vertrauen.

Allerdings ist auch der Wert von Gold Schwankungen unterworfen, sodass Sie bei steigender Inflation keine Garantie auf steigende Goldpreise haben. Der Status von Gold als Inflationsabsicherung ist daher eher umstritten. Ein weiterer Nachteil ist, dass Gold keine Zinsen oder Dividenden abwirft. Außerdem sind die Lagerkosten für das wertvolle Metall extrem hoch.

Aktien / Anleihen

Sind Aktien als Geldanlage eine gute Idee?

Wenn Sie auf der Suche nach hohen Renditen sind, sollten Aktien auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil Ihres Portfolios werden.

Aktien gelten zudem als Sachwerte und bieten daher einen besseren Schutz vor Inflation als Geldwerte.

Aktien reagieren nicht sofort auf jede Veränderung der Inflation, aber sie passen sich ihr dennoch an und auch hier ist ein Verlust nicht auszuschließen.

Der Aktienmarkt bietet Ihnen trotzdem einen direkten Schutz gegen die Inflation, und zwar in Form von inflationsgeschützten Anleihen. Bei inflationsindexierten Anleihen ist die Rückzahlung an die Inflationsrate gekoppelt. Steigt die Inflationsrate, steigt auch der Zinssatz. Umgekehrt ist es das Gleiche. Allerdings sind diese Anleihen nicht unbedingt für Börsenneulinge geeignet. Oftmals gibt es bei dieser Anlageform eine mangelnde Transparenz und versteckte Kosten. Auch die Rendite ist geringer als bei Aktien.

Immobilien

Immobilien sind der beste Inflationsschutz. Oder?

Jein. Bei der Bewertung von Immobilien im Hinblick auf den Inflationsschutz muss zwischen Immobilien als Eigenheim und Immobilien als Kapitalanlage unterschieden werden. Eigenheime erlauben eine gewisse Sicherheit, da der Eigentümer kaum Kosten hat, die durch die Inflation bedingt steigen können. Geht man jedoch davon aus, dass der Staat im Falle einer extremen Inflation auf Immobilienbesitz eine Art Zwangshypothek oder Sondersteuer ausgibt, mindert sich der Vorteil.

Immobilien als Anlageobjekte dagegen steigen während einer Inflation in ihrem Wert. Dabei eignen sich gerade neuere Immobilien besser als Inflationsschutz, als renovierungsbedürftige. Denn: Auch Dienstleistungen wie Renovierungen werden in einer solchen Inflation deutlich teurer.

Alles in allem können Immobilien somit also durchaus eine gute Inflationsabsicherung sein. Nämlich dann, wenn Sie die Immobilie während einer Inflation verkaufen. Wenn die Inflation steigt, steigen auch die Immobilienpreise, und mit ein wenig Glück können Sie die Immobilie für viel mehr Geld verkaufen, als Sie bezahlt haben.

ETF Sparpläne / Fonds

Da die Gewinne einzelner Unternehmen oft stark unter der Inflation leiden, raten wir Ihnen, Ihr Vermögen möglichst breit gestreut in Aktien anzulegen. Dies können Sie mit kostengünstigen ETFs/Indexfonds tun.

Die Investition in Wertpapiere wie ETF Sparpläne oder Fonds ist eine gute Idee, wenn Sie keine Scheu vor einer langen Laufzeit haben und es auch aushalten können, wenn Ihr Konto unregelmäßige Bestände aufweist. Haben Sie bereits ein Depot? Dann ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, um in ETFs zu investieren.

Langfristig bieten sich ETF Sparpläne sehr gut als Inflationsschutz an. Während Aktien bei moderat erhöhter Inflation zwar gute Kursgewinne bieten, aber oft auch sehr großen Schwankungen unterliegen, sind Fonds so etwas wie ein Fels in der Brandung, den nichts so schnell aus der Bahn wirft.

Tipp: Auch wenn Sie keinen persönlichen Berater benötigen, um erfolgreich in ETF Sparpläne zu investieren, sollten Sie selbst ein paar Schritte unternehmen, um sich mit Information(en) zu versorgen, damit Sie Ihr Vermögen klug anlegen können.

Tages / Festgeld

In der anhaltenden Niedrigzinsphase ist es nicht ratsam, weiter in ein Sparbuch einzuzahlen. Das bietet Ihnen nämlich keinerlei Inflationsschutz. Nehmen Sie also Ihre Sparkassen-Karte und übertragen Sie Ihr Guthaben besser auf ein Tages- oder Festgeldkonto.

Warum?

Weil Bankeinlagen keinen Kursschwankungen unterworfen sind. Gleichzeitig können Sie mit diesen kurzfristigen Anlagen am schnellsten von steigenden Zinsen profitieren, wenn die Inflationserwartungen steigen. Dennoch birgt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hier gewisse Risiken: Auch wenn die Inflation in Deutschland steigt, kann sich die EZB mit einer Zinserhöhung aus Rücksicht auf den gesamten Euroraum Zeit lassen.

Da Fest- und Tagesgeld stark von den aktuellen Zinsangeboten abhängen, sollten Sie auch hier gut recherchieren und dann in einen für Sie passenden Mix aus Beidem investieren.

Ungeeignete Anlagen für Inflationsschutz

Von Investitionen in Kunst, Schmuck oder andere Wertgegenstände sollten Sie Abstand nehmen. Diese erfordern ein hohes Maß an Fachwissen und sind daher nicht als Inflationsschutz für jeden geeignet.

Fazit: Welche Kapitalanlagen sind nun zum Inflationsschutz zu empfehlen?

Diese Formen der Geldanlage sind für den Inflationsschutz geeignet:

  • Immobilien
  • Aktien
  • ETFs und Fonds

Diese Anlageformen sind mit Einschränkungen geeignet:

  • Gold
  • Unternehmensanleihen

Wir können Ihnen empfehlen, nicht alles auf eine Karte zu setzen und die verschiedenen Formen der Geldanlage zu kombinieren. Auf diese Weise können Sie sich am effektivsten vor der Inflation schützen.

Ein nicht auf Rendite, sondern auf Inflationsschutz ausgerichtetes Portfolio könnte deshalb zu etwa 45 % aus Anleihen bestehen, 20 % könnten Sie in Aktien investieren, 8 % in Immobilien, 7 % in Gold und 20 % in Tages- und Festgeld.

Weitere Tipps:

  • Lassen Sie bei der Kalkulation der Rendite immer die Inflationsrate mit einfließen. Das bedeutet, dass Ihre Anlagen stets eine Rendite von mindestens 2 % erzielen sollten.
  • Legen Sie auf keinen Fall mehr als 20 % in Tages- der Festgeld an. Sparbücher sollten Sie komplett vermeiden. Der Grund dafür ist, dass die Zinsen so niedrig sind, dass sie Ihr Erspartes Tag für Tag mehr entwerten. Sie verlieren also Geld!
  • Ein kostenloser Inflationsrechner hilft Ihnen dabei, den Wertverlust Ihres Geldes zu berechnen.

Wie Sie sehen, können Sie den steigenden Inflationsraten am besten aus dem Weg gehen, wenn Sie Ihr Privatvermögen in mehreren Schritten und verschiedene Formen der Geldanlage investieren. Als Anleger sollten Sie sich vor allem darüber bewusst sein, dass Geld ständig einem Werteverlust ausgesetzt ist und die Inflation stark durch die Geldpolitik der Notenbanken beeinflusst wird.

Wir hoffen, dass Sie in diesem Text einige Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Inflationsschutz gefunden haben und möchten Ihnen die wichtigsten Punkte zum Nachlesen noch einmal in einem kurzen FAQ-Abschnitt zur Verfügung stellen:

FAQ

Was ist die Inflation?

In den Wirtschaftswissenschaften bezeichnet Inflation einen allgemeinen und anhaltenden Anstieg des Preisniveaus von Waren und Dienstleistungen, gleichbedeutend mit einer Verringerung der Kaufkraft des Geldes.

Schützen Aktien vor Inflation?

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, denn es kommt auf die Auswahl an: Es ist zum Beispiel ratsam, auf Aktien von marktführenden Unternehmen zu setzen. Diese Unternehmen sind durch ihre Vormachtstellung eher in der Lage, höhere Preise für ihre Produkte festzusetzen und damit der Inflation entgegenzuwirken.

Gold als Inflationsschutz?

Gold ist nur bedingt geeignet, um steigenden Inflationsraten entgegenzuwirken. Daher sollte die Investition in diesen Sachwert 7 % bis 10 % in Ihrem Portfolio nicht überschreiten.

Was sind die Ursachen von Inflation?

Die Geldmenge in der Volkswirtschaft spielt eine besonders wichtige Rolle bei der Entstehung von Inflation. Übersteigt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern das gesamtwirtschaftliche Angebot an Gütern, das kurzfristig nicht erhöht werden kann, steigen die Preise und die Inflation setzt ein.

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