KONZEPT. VERTRAUEN. ERFOLG. Online Webinar
Online Webinar

Jannis Rettig

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

ETF einfach erklärt: Wir beantworten die wichtigsten Fragen

Jannis Rettig

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“

Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt mit klassischen Sparmodellen aufgrund der niedrigen Zinsen aktuell nicht weit. Auf der Suche nach lukrativen Alternativen ist Ihnen sicherlich schon der Begriff ETF untergekommen. Der ETF-Markt wird immer größer und lockt vor allem unerfahrene Privatanleger an. Doch was genau sind ETFs, wie funktionieren sie und welche Vorteile haben Sie bei ETF-Investments im Vergleich zu anderen Modellen?

Wir beantworten die wichtigsten Fragen und geben Ihnen einen Überblick über ETF – einfach erklärt!

Wofür steht ETF? Eine kurze Definition

ETF ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Exchange Traded Fund“.

Dabei handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds, also einen passiven Fonds, der einen Marktindex abbildet und jederzeit an der Börse gehandelt werden kann. Das heißt, dass die Wertentwicklung des ETFs parallel zum Index verläuft. Passiv bedeutet dabei, dass der Fonds ganz ohne Fondsmanagement verwaltet wird. Dadurch fallen auch weniger Kosten an.

Was mache ich mit ETFs?

Wenn Sie ETFs kaufen, können Sie mit einem Wertpapier in ganze Märkte investieren und ihre Anlagegelder breit auf tausende Unternehmen auf der ganzen Welt streuen. Und das sehr kostengünstig. Das Ziel von ETFs ist, dieselbe Rendite wie die des Marktindizes abzubilden.

Neben Einzelzahlungen können Sie auch langfristige Sparpläne mit Exchange Traded Funds verfolgen. ETFs sind insgesamt eine relativ sichere und unkomplizierte Möglichkeit für den Vermögensaufbau, beispielsweise für die Altersvorsorge.

Was ist ein Fonds?

Aus dem Französischen übersetzt bedeutet „Fonds“ Kapital. Grob lassen sich Fonds als Sammelstellen für Anlagegelder bezeichnen.

Anstatt einzelne Aktien an der Börse zu kaufen, erwerben Sie bei einem Fonds Anteile an einem kollektiven Investmentfonds. Dieser wird von einem professionellen Fondsmanager verwaltet. Der Fondsmanager investiert die Anlagegelder schließlich im Rahmen einer festgelegten Anlagestrategie in unterschiedliche Anlageklassen. Das Ziel ist, das Investment möglichst breit für den bestmöglichen Ertrag zu streuen.

Die in einem Fonds angelegten Gelder sind immer Sondervermögen. Sie werden treuhänderisch von einer Depotbank verwaltet und vom Vermögen der Fondsgesellschaft rechtlich getrennt. Bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft müssen Sie also nicht um Ihr angelegtes Kapital fürchten.

Was ist ein Marktindex?

Beim Marktindex handelt es sich um eine Kennzahl zur Erfassung der Wertentwicklung eines bestimmten Marktes.

Man kann ihn auch als Marktbarometer bezeichnen. Der Börsenindex bezieht sich dabei auf ein bestimmtes Börsensegment wie beispielsweise den Aktienmarkt.

Einen der wichtigsten deutschen Aktienindizes kennen Sie sicherlich: den DAX. Dieser bildet den deutschen Aktienmarkt mit den 40 wichtigsten Aktiengesellschaften des Landes ab. Im MSCI World dagegen sind Aktiengesellschaften aus mehr als 20 Industrieländern der ganzen Welt vertreten.

Einen Überblick über die weltweit wichtigsten Aktienindizes finden Sie hier. Die Zusammensetzungen der Indizes können Sie zudem jederzeit transparent einsehen, wie hier für den DAX.

Was ist ein Indexfonds?

Der Indexfonds ist ein Fonds, der die Entwicklung eines ausgewählten Marktindex abbildet und so genau wie möglich repliziert.

Das heißt, der Index gibt die Auswahl der Wertpapiere und deren Gewichtung für den Fonds vor. Somit ähnelt sich auch die Rendite des Indexfonds mit der des Marktindex.

Was ist ein börsengehandelter Indexfonds?

Ein börsengehandelter Indexfonds, wie ETF-Fonds es sind, werden an der Börse gehandelt – so, wie Sie es von Aktien kennen.

Sie können also täglich während der Börsenöffnungszeiten ETFs kaufen und verkaufen. Damit können Sie flexibel auf Kursabfälle und Kursanstiege reagieren.

Was ist der Unterschied zwischen ETF und aktivem Investmentfonds?

ETFs sind passive Indexfonds, die einen Marktindex abbilden. Ein aktiver Investmentfonds dagegen läuft über ein Fondsmanagement.

Der zuständige Fondsmanager wählt die Titel, in die investiert werden sollen, individuell aus und übernimmt den Kauf und Verkauf. Die Anlageentscheidungen trifft er auf Grundlage von aufwendigen Marktanalysen und der festgelegten Anlagestrategie. Ebenso muss er einige gesetzliche Bestimmungen einhalten.

Das Ziel des Ganzen ist schließlich, die bestmöglichen Anlageentscheidungen für maximale Renditen zu treffen. Im Gegensatz zu ETFs sollen aktive Investmentfonds idealerweise den Markt übertreffen und Ihnen somit eine höhere Rendite als die des Index bringen.

Ein solch aufwendiges Fondsmanagement ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Diese fallen bei ETFs weg, weswegen sie eine relativ kostengünstige Anlageoption darstellen.

Ein weiterer Unterschied zu ETFs ist, dass klassische Investmentfonds nur einmal täglich über die Fondsgesellschaft an der Börse gehandelt werden. Sie sind im Kauf und Verkauf also weniger flexibel.

Welche Arten von ETFs gibt es?

ETFs unterscheidet man zum einen je nach Art der Replikation, also der Nachbildung des Index:

  • Physische ETFs: Hier wird der Index exakt oder zumindest so exakt wie möglich mit allen Titeln abgebildet.
  • Sampling: Dabei handelt es sich um eine optimierte physische Replikation. Es werden nur repräsentative Titel aus dem Index gekauft. Vor allem bei Indizes mit vielen Titeln ist Sampling sinnvoll, um das Investment zu vereinfachen.
  • Synthetische ETFs oder Swap-ETFs: Auch bei Swap-ETFs wird der Index eins zu eins abgebildet, jedoch mit anderen Wertpapieren. Hierfür geht der ETF-Anbieter ein Rendite-Tauschgeschäft mit einem Swap-Partner, meistens einer Bank, ein. Dieser Swap-Partner hält das Portfolio des abgebildeten Index und tauscht dessen Rendite mit den Renditen des Trägerportfolios des ETF-Anbieters. Der Vorteil bei synthetischen ETFs liegt darin, dass dadurch auch schwer zugängliche Märkte erreicht werden können.

Zum anderen gibt es Unterschiede bei der Auszahlung von Dividenden:

  • Ausschüttender ETF: Hier bekommen Sie als Anleger die Unternehmensgewinne unmittelbar in Form von Dividenden ausgezahlt, meistens einmal im Jahr. Diese Auszahlungen stehen Ihnen frei zur Verfügung, Sie können also entscheiden, ob Sie das Geld neu investieren oder anderweitig verwenden bzw. behalten möchten.
  • Thesaurierender ETF: Bei diesem ETF werden die Dividenden gar nicht erst ausgezahlt, sondern direkt reinvestiert. Durch den Zinseszinseffekt werden dabei die Gewinne neu verzinst, wodurch Ihre Renditechancen wachsen. Zudem wird keine Kapitalertragssteuer fällig

In welche ETFs kann ich investieren?

Ein ETF kann eine Aktie sein. Jedoch gibt es noch viele weitere Anlageklassen, in die Sie als ETF-Anleger investieren können:

  • Bargeld
  • Anleihen
  • Rohstoffe, z. B. Gold, Öl
  • Immobilien
  • Kryptowährungen

Durch eine breite Streuung auf unterschiedliche Anlageklassen können Sie Kursschwankungen reduzieren und eine gute Gesamtrendite erzielen.

Neben den Anlageklassen können Sie auch weitere Spezialisierungen vornehmen. So können Sie Ihren Anlagefokus beispielsweise auf folgende Bereiche richten:

Wie kaufe ich ETFs?

Die Voraussetzung, um ETFs zu kaufen, ist, dass Sie ein Konto zur Abwicklung Ihrer Wertpapiergeschäfte besitzen.

Ein solches Wertpapier-Depot erhalten Sie bei Banken und ebenso bei Online-Brokern.

Damit können Sie nun nach Ihrem Belieben ETFs kaufen und verkaufen und ihre eigene Anlagestrategie entwickeln.

Oder aber Sie lassen Ihren optimalen ETF-Sparplan über einen Robo-Advisor erstellen. Dabei handelt es sich um digitale Vermögensverwalter, die für Sie die Auswahl der ETFs übernehmen. Dafür müssen Sie in der Regel einen Fragebogen zu ihrer Risikoneigung, ihren Erfahrungen und weiteren Daten ausfüllen. Darauf basierend erhalten Sie automatische Empfehlungen für Ihre ETF-Vermögensanlage, die Sie direkt umsetzen können.

Vor allem für unerfahrene Anleger sind Robo-Advisor eine gute Unterstützung, um ins Wertpapiergeschäft einzusteigen.

Was kosten ETFs?

Die Kosten für ETFs setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Die wichtigste Kennzahl ist die Total Expense Ratio (TER), auch Gesamtkostenquote genannt. Diese enthält alle Gebühren, die für die Depotbank und die Verwaltung des Fonds anfallen. In der Regel beträgt die TER zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr und wird in einem monatlichen Intervall oder einmal im Quartal vom Fondsvermögen abgezogen.

Hinzu kommt der Ausgabeaufschlag. Dabei handelt es sich um eine einmalige Gebühr, die Sie beim Erwerb der Fondsanteile bezahlen müssen. Je nach Anbieter kann diese Ausgabe bei ETFs aber auch entfallen. Ebenso sollten Sie prüfen, mit welchen Transaktionskosten, auch Ordergebühren genannt, Sie bei Ihren ETFs rechnen müssen. Diese Gebühren fallen in der Regel beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren an.

Was sind die Vorteile von ETFs?

Immer mehr Anleger investieren in ETFs. Doch warum sind börsengehandelte Indexfonds so beliebt? Wir haben hier die wichtigsten Vorteile von ETFs für Sie zusammengefasst.

1. Weniger Aufwand

ETFs sind mit weniger Aufwand verbunden als andere Investmentfonds und der Handel mit Aktien. Viele Prozesse laufen völlig automatisch ab, wie die Index-Nachbildung und die Wiederauflage von Ausschüttungen, so bei thesaurierenden ETFs. Damit sparen Sie sich zeitaufwendige Beobachtungen des Marktes und Analysen zur Auswahl der passenden Titel. Somit sind ETFs eine interessante Option für unerfahrene Anleger und Einsteiger.

2. Geringere Kosten

Der Handel mit ETFs ist sehr kosteneffizient. Da das Fondsmanagement wegfällt, sparen Sie sich viele Kosten. Der ETF-Anbieter bekommt von Ihnen jährlich nur eine kleine Gebühr. Zudem können Sie in börsengehandelte Indexfonds auch kleine Anlagesummen investieren, teilweise ab einer Sparrate von einem Euro.

3. Hohe Flexibilität

Mit Exchange Traded Funds bleiben Sie sehr flexibel. Sie können ihre ETFs täglich während der Öffnungszeiten an der Börse handeln. Einmalige Investitionen sind ebenso möglich wie ein regelmäßiger Sparplan. Und auch diesen können Sie flexibel nach Ihren Wünschen anpassen.

4. Vielfältige Möglichkeiten

ETFs sind eine sehr vielfältige Geldanlage. Neben Aktien können Sie Ihr Geld auch für viele weitere Anlageklassen wie beispielsweise Immobilien und Anleihen einsetzen. Sie können Ihre Anlage breit über den gesamten Globus streuen und in viele Unternehmen gleichzeitig investieren.

5. Hohe Transparenz

Ein großer Vorteil von ETFs ist die hohe Transparenz. Die abgebildeten Marktindizes sind zu jedem Zeitpunkt öffentlich einsehbar. Dadurch wissen Sie auch immer, wie Ihr ETF-Fonds zusammengesetzt ist und worin Sie investiert sind. So behalten Sie jederzeit die volle Kontrolle über Ihre Geldanlage.

6. Sichere Geldanlage

Die Anlage in ETFs ist sehr sicher. Das angelegte Geld ist als Sondervermögen vor der Insolvenz des Anbieters geschützt. Es gibt daher so gut wie kein Ausfallrisiko. Eine Ausnahme bilden Swap-ETFs. Die Auszahlung der Renditen kann durch die Insolvenz eines der Swap-Partner behindert werden. Bei dieser Art der ETFs gibt es also tatsächlich ein Kontrahentenrisiko.

7. Hohe Wertstabilität

Die Wertstabilität von ETFs ergibt sich durch die breite Streuung. Diese verringert das Verlustrisiko und ist stattdessen eine sichere Möglichkeit, Rendite zu erzielen. Es hat sich gezeigt, dass ETFs langfristig besser performen als die aktiv verwalteten Investmentfonds. Aufgrund der stabilen Wertentwicklung sind ETFs als private Geldanlage und zum Vermögensaufbau somit sehr interessant.

8. Geringeres Risiko

Wenn Sie ein sicherheitsorientierter Anlegertyp mit geringer Risikoneigung sind, ist ein ETF ideal für Sie. Ein ETF kann nicht pleite gehen, ein Totalverlust ist sehr unwahrscheinlich und die Wertentwicklung ist, wie oben genannt, relativ stabil.

Was sind die Nachteile von ETFs?

Neben den Vorteilen kann der Handel mit ETFs auch einige Nachteile mit sich bringen. Einer der größten Vorteile, die wir genannt haben, ist, dass ETFs besonders kostengünstig sind. Jedoch sollten Sie dafür immer ein genaues Auge auf die anfallenden Gebühren haben. Besonders die Transaktionskosten können schnell steigen, wenn sich der Index ändert und der ETF entsprechend angepasst werden muss.

Ebenso im Auge behalten sollten Sie den Wechselkurs. Wenn Sie in Märkte mit anderen Währungen investieren, kann sich der Wechselkurs beim Kauf und Verkauf Ihrer ETFs sowohl positiv als auch negativ auf Ihre Rendite auswirken.

Beachten Sie zudem, dass ETFs eher für langfristige Investitionen ausgelegt sind. Zwar ist ein großer Vorteil, dass Sie Ihre ETFs schnell kaufen und verkaufen können, jedoch kann sich vorschnelles Handeln negativ auf die Rendite auswirken. Besonders thesaurierende ETFs sind eine gute langfristige Anlageoption. Suchen Sie nach einer kurzfristigen Geldanlage, sind möglicherweise andere Produkte besser für Sie geeignet.

Sind ETFs das Richtige für mich?

Wir haben Ihnen in diesem Artikel nun die wichtigsten Fakten zum ETF einfach erklärt. Sie haben noch Fragen zu Details oder sind sich unsicher, ob sich das Investment in ETFs für Sie lohnt? Wir von Rettig & Partner sind Experten für den Vermögensaufbau und nehmen uns Zeit für eine ausführliche Beratung zu Ihren Möglichkeiten. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir eine optimale Anlagestrategie, die zu Ihnen passt.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.